Blasonierung

(Wappenbeschreibung):

In Blau auf grünem Dreiberg ein unbelaubter goldener Baum mit silbernen Kirschblüten, an dessen Stamm hinten eine silberne Harfe gelehnt ist. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken auf einer golden geflügelten goldenen Kugel eine goldhaarige unbekleidete Fortuna mit blauem Wimpel an goldener Stange.

Wappenzeichnung von Eduard Lorenz-Meyer - Skizze gezeichnet im Jahre 1918

Wappen Watty

Das Wappen der Familie W A T T Y

Das Wappen der Familie Watty wurde wahrscheinlich von Johann Georg Watty um etwa 1840 gestiftet.

Als Haupt-Collecteur der Hamburgischen Stadt-Lotterie, Geldwechsler und Bankier gehörte er zum wohlsituierten Bürgertum der Hansestadt und es entsprach zu jener Zeit diesem sozialen Status, ein Wappen zu führen. Sicherlich war es auch aus geschäftlichen Gründen nicht uninteressant.

Wappen Watty Ein Wappenbrief oder eine Stiftungsurkunde wurden bisher nicht ermittelt. Im Jahre 1919 liess jedoch der Verfasser der ersten Familiengenealogie als Mitglied des Vereins für Niedersächsische Familiengeschichte mit Sitz in Hamburg, Carl Friedrich Robert Watty, das Wappen erstmals veröffentlichen.
Wir finden es in der Beilage der Mitteilungen der Geschäftsstelle des Vereins für Niedersächsische Familiengeschichte, Sitz: Hamburg von 1918. Das Wappen findet sich in der oberen Reihe, 2. von rechts (große Abbildung unten links), und ist mit Carl Hch. (richtig wäre: Fch für Friedrich) Robert Watty bezeichnet. Die Zeichnung wurde 1918 von dem anerkannten Hamburger Heraldiker und Handelsherrn Eduard Lorenz-Meyer angefertigt, der seit 1916 an einem Wappenbuch für die Mitglieder der Hamburger Ortsgruppe des Vereins "Roland" arbeitete, die später in der 'Zentralstelle für niedersächsische Familiengeschichte' aufging.
Wie einem Artikel in der 'Zeitschrift für niederdeutsche Familienkunde' von 1931 zu entnehmen ist, kam es jedoch vor dessen Tod 1926 nicht mehr zur Drucklegung. Das handgezeichnete Unikat des Werkes, 208 Seiten stark, in Juchtenleder gebunden, Format 29 x 17,5 cm, enthielt zu diesem Zeitpunkt mehr als 175 Wappen, davon 11 nicht colorierte und 101 ohne persönliche Eintragungen. Alle übrigen sind mit persönlichen Eintragungen der jeweiligen Mitglieder oder Dritten versehen, teils mit Wahlsprüchen. Auf Seite 101 befand sich unser Familienwappen. Die Handschrift wurde in der Vereinsbibliothek der Hamburger Genealogischen Vereinigung aufbewahrt und dürfte beim Brand in den Bombennächten 1943 vernichtet worden sein.
Aus rechtlicher Sicht ist somit spätestens ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung das Wappen geschützt und darf von den Nachfahren im Mannesstamm geführt werden.

Das Wappen ist nach den heraldischen Grundsätzen für bürgerliche Wappen (Helmform) entworfen. Es entspricht in Ausgestaltung und Symbolik der Entstehungszeit. Durch die Farbgebung und die Harfe scheint es einen Bezug zu dem damals noch angenommenen irischen Ursprung herstellen zu wollen. Gold und Silber sollten wohl den wirtschaftlichen Erfolg als Kaufleute und Bankiers oder die Gold- und Silberschmiedetradition symbolisieren. Die Schildgestaltung wurde zwar gegen die heraldische Regel: nie Metall an Metall, nie Farbe an Farbe, vorgenommen, dennoch ist sie korrekt, da Ausnahmen zugelassen waren. Die unbekleidete Fortuna mutet zwar etwas verwegen an, dennoch war eine solche Darstellung der Symbolfigur keineswegs ungewöhnlich.

Die untenstehenden Abbildungen sind Wappendarstellungen aus der 2. Genealogie von 1925, dem Buch 'Wappen und Genealogien Dürener Familien' von Lothar Müller-Westphal, Düren 1989 und vom Verfasser gezeichnet im Jahr 1988.

Wappen Watty Wappen Watty Wappen Watty